META setzt auf 4:5 statt Quadrat – so passt du deine Inhalte an

Instagram und Facebook bevorzugen jetzt das 4:5-Format. Erfahre, warum META das Quadrat ablöst und wie du deine Social-Media-Strategie anpasst.

META setzt auf 4:5 statt Quadrat – so passt du deine Inhalte an

Das quadratische Bild war jahrelang das Markenzeichen von Instagram. Doch META dreht jetzt am Format-Rad: Das 4:5-Verhältnis (1080 × 1350 Pixel) wird zum neuen Standard im Feed. Wer seine Inhalte nicht anpasst, riskiert weniger Sichtbarkeit und kleinere Darstellungen. Hier erfährst du, was hinter der Änderung steckt und wie du deine Content-Strategie darauf ausrichtest.

Warum META vom Quadrat abrückt

Das 1:1-Format war einmal praktisch: Es passte perfekt in die Profilraster und sorgte für ein einheitliches Erscheinungsbild. Doch die Nutzung hat sich verändert. Menschen scrollen heute vorwiegend auf dem Smartphone durch ihre Feeds – und Hochformate nutzen den vertikalen Bildschirm deutlich besser aus. Ein 4:5-Bild nimmt mehr Fläche ein, bleibt länger im Sichtfeld und zieht damit mehr Aufmerksamkeit auf sich.

META verfolgt mit dieser Umstellung ein klares Ziel: Die Verweildauer im Feed soll steigen. Je mehr Bildschirmfläche ein Beitrag einnimmt, desto wahrscheinlicher ist es, dass Nutzer stoppen, hinschauen und interagieren. Das rechteckige Format ist kein Zufall – es ist eine datengetriebene Entscheidung, die auf das Scroll-Verhalten der Nutzer reagiert. Mehr dazu: Mehr Instagram-Follower, Erfolg viraler Videos und unsere Social-Media-Leistung.

Was das 4:5-Format konkret bedeutet

Das 4:5-Seitenverhältnis entspricht einer Auflösung von 1080 × 1350 Pixeln. Im Vergleich zum Quadrat (1080 × 1080 Pixel) gewinnst du 270 Pixel in der Höhe – das klingt nach wenig, macht aber im Feed einen spürbaren Unterschied. Dein Beitrag wirkt größer, dominanter und professioneller, wenn er neben kleineren quadratischen Inhalten erscheint.

Bestehende quadratische Posts verschwinden nicht. Sie werden aber im neuen Layout kleiner und weniger prominent dargestellt. Wenn du möchtest, dass deine Inhalte im Feed herausstechen, führt kein Weg am 4:5-Format vorbei. Das gilt für Bilder genauso wie für Reels und Videos, bei denen vertikale Formate (9:16) ohnehin dominieren.

Auswirkungen auf deine Content-Strategie

Die Format-Änderung hat direkte Konsequenzen für die Art, wie du Inhalte planst und erstellst. Du kannst nicht einfach ein Quadrat nehmen und oben und unten etwas Rand hinzufügen – das wirkt unprofessionell. Stattdessen solltest du von Anfang an im 4:5-Format denken und gestalten.

Was du bei der Umstellung beachten solltest

  • Plane deine Bildkomposition für das Hochformat: Wichtige Elemente gehören in die Mitte, nicht an den Rand.
  • Achte auf den Feed-Zuschnitt: Instagram zeigt im Profilraster oft nur einen Ausschnitt. Teste, wie dein Bild dort wirkt.
  • Passe Templates und Vorlagen an: Wenn du mit Canva, Adobe Express oder Photoshop arbeitest, erstelle neue 4:5-Vorlagen.
  • Überprüfe bestehende Inhalte: Entscheide, ob wichtige Evergreen-Posts im neuen Format neu veröffentlicht werden sollten.

Vorteile des 4:5-Formats für Marken

Für Unternehmen und Creator bietet das neue Format echte Chancen. Du hast mehr Platz, um deine Botschaft zu transportieren. Details lassen sich besser zeigen, Produkte wirken größer und präsenter. Branchen wie Mode, Innenarchitektur, Food oder Architektur profitieren besonders, weil sie auf visuelle Wirkung setzen.

Auch für Storytelling eröffnet das Hochformat neue Möglichkeiten. Du kannst vertikale Bildkompositionen nutzen, die den Blick von oben nach unten führen. Text-Overlays haben mehr Raum, und Call-to-Actions lassen sich prominenter platzieren. Wer früh umstellt, hat einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die noch am Quadrat festhalten. Siehe auch Kosten einer Social-Media-Agentur und Quadrat vs. 4:5 im Detail.

Praktische Umsetzung: So erstellst du 4:5-Inhalte

Die Umstellung erfordert kein teures Equipment, sondern vor allem ein Umdenken bei der Gestaltung. Wenn du fotografierst, halte die Kamera oder das Smartphone so, dass du später problemlos auf 4:5 zuschneiden kannst. Lass oben und unten etwas Luft, damit du beim Cropping flexibel bleibst.

Workflow für die 4:5-Produktion

  • Fotografiere mit etwas Spielraum (nicht zu eng am Motiv).
  • Nutze Design-Tools mit 4:5-Vorlagen (Canva, Figma, Adobe Express).
  • Prüfe den Zuschnitt im Profilraster und im Feed – beide Ansichten zählen.
  • Teste verschiedene Kompositionen: zentral, asymmetrisch, mit Textflächen.
  • Erstelle einen Style-Guide für dein Team, damit alle Inhalte konsistent aussehen.

Was passiert mit bestehenden quadratischen Inhalten?

Deine alten Posts bleiben online – sie werden nicht gelöscht oder verändert. Allerdings wirken sie im neuen Feed-Layout kleiner, weil 4:5-Inhalte mehr Platz einnehmen. Das kann dazu führen, dass quadratische Beiträge optisch untergehen, wenn sie zwischen größeren Hochformat-Posts erscheinen.

Ein komplettes Reposting aller alten Inhalte ist in den meisten Fällen nicht nötig. Konzentriere dich auf neue Inhalte im 4:5-Format und überarbeite gezielt die wichtigsten Evergreen-Posts – etwa Produkt-Highlights, Referenzen oder Beiträge, die regelmäßig Traffic bringen. So nutzt du deine Ressourcen effizient, ohne in blinden Aktionismus zu verfallen.

Reichweite und Engagement: Was sich verändert

METAs Algorithmus bevorzugt Inhalte, die Nutzer länger auf der Plattform halten. Das 4:5-Format unterstützt genau dieses Ziel, weil es mehr Bildschirmfläche einnimmt und den Scroll-Fluss unterbricht. Erste Erfahrungen zeigen, dass Beiträge im Hochformat tendenziell bessere Engagement-Raten erzielen als quadratische Pendants.

Natürlich hängt die Performance nicht allein vom Format ab. Inhalt, Timing und Relevanz bleiben entscheidend. Aber bei sonst gleichen Bedingungen verschafft dir das 4:5-Format einen sichtbaren Vorteil im Feed. Wer das ignoriert, lässt Reichweite liegen – ohne triftigen Grund.

Fazit: Jetzt umstellen, bevor es alle tun

Das quadratische Format war ein Jahrzehnt lang Standard auf Instagram. Doch die Zeiten ändern sich, und META passt die Spielregeln an. Das 4:5-Verhältnis ist keine kurzfristige Laune, sondern eine strategische Entscheidung, die auf das mobile Nutzungsverhalten abzielt. Wer früh umstellt, profitiert von besserer Sichtbarkeit und einem professionelleren Auftritt.

Die Umstellung erfordert keinen riesigen Aufwand. Neue Vorlagen, ein angepasster Workflow und ein Blick auf die wichtigsten bestehenden Inhalte reichen aus. In ein paar Monaten wird das 4:5-Format so selbstverständlich sein wie heute das Quadrat. Sei vorbereitet – und nutze den Vorsprung, solange andere noch zögern.

Quellen:

[1] Meta (Instagram/Facebook): Creator- und Werbe-Spezifikationen, Format 4:5. facebook.com/business (abgerufen 2025).

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Kurz und praxisnah – die wichtigsten Fragen zu diesem Artikel.

4:5 ist ein Hochformat (z. B. 1080×1350 px), das Meta für Feed und Ads empfiehlt. Es nutzt den sichtbaren Bereich besser als das klassische Quadrat und kann Reichweite und Engagement erhöhen.
Für Facebook- und Instagram-Feed sowie für Werbeanzeigen. Stories und Reels nutzen oft 9:16. Für neue Kampagnen ist 4:5 ein guter Standard.
Auflösung z. B. 1080×1350 Pixel, Hochformat. Wichtige Botschaften und Motive in der Mitte platzieren, da Ränder je nach Gerät abgeschnitten werden können.
Viele Kampagnen verzeichnen bei 4:5 bessere Klick- und Engagement-Raten, weil das Format mehr Fläche im Feed einnimmt. Wir testen Formate gezielt und optimieren danach.
Ja. Wir produzieren und optimieren Creatives für Meta – inkl. 4:5 und anderen Formaten – und integrieren sie in deine Kampagnen.
Über den Autor

Ideengeber · Leadwerk

Florian Schück ist Ideengeber von Leadwerk und berät seit über 10 Jahren kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing. Seine Schwerpunkte: Google Ads, SEO, datengetriebene Strategien und Webdesign, das konvertiert. Was er schreibt, kommt aus der Praxis – nicht aus dem Lehrbuch.

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