META setzt auf 4:5 statt Quadrat – so passt du deine Inhalte an

Instagram und Facebook bevorzugen jetzt das 4:5-Format. Erfahre, warum META das Quadrat ablöst und wie du deine Social-Media-Strategie anpasst.

META setzt auf 4:5 statt Quadrat – so passt du deine Inhalte an

Das quadratische Bild war jahrelang das Markenzeichen von Instagram. Heute empfiehlt Meta für Anzeigen im Instagram- und Facebook-Feed das Hochformat 4:5, und auch organische Feed-Posts nutzen mit 4:5 (1080 × 1350 Pixel) den Platz am besten aus. Das Quadrat funktioniert weiter, wirkt neben Hochformaten aber kleiner. Hier erfährst du, was hinter der Empfehlung steckt, welches Format wohin gehört und wie du deine Content-Strategie darauf ausrichtest.

Warum META vom Quadrat abrückt

Das 1:1-Format war einmal praktisch: Es passte perfekt in die Profilraster und sorgte für ein einheitliches Erscheinungsbild. Doch die Nutzung hat sich verändert. Menschen scrollen heute vorwiegend auf dem Smartphone durch ihre Feeds, und Hochformate nutzen den vertikalen Bildschirm deutlich besser aus. Ein 4:5-Bild nimmt mehr Fläche ein, bleibt länger im Sichtfeld und zieht damit mehr Aufmerksamkeit auf sich.

Dazu kommt, dass die meisten Fotos und Videos ohnehin hochkant entstehen. Instagram-Chef Adam Mosseri hat genau damit begründet, warum Instagram 2025 das Profilraster vom Quadrat auf ein Hochformat umgestellt hat. Für dich als Werbetreibenden ist die Rechnung einfach: Je mehr Bildschirmfläche ein Beitrag einnimmt, desto eher bleibt jemand beim Scrollen hängen. Mehr dazu: Mehr Instagram-Follower, Erfolg viraler Videos und unsere Social-Media-Leistung.

Was das 4:5-Format konkret bedeutet

Das 4:5-Seitenverhältnis entspricht bei Instagram einer Auflösung von 1080 × 1350 Pixeln. Instagram lädt Fotos mit höchstens 1080 Pixeln Breite hoch und behält die Originalauflösung, solange das Seitenverhältnis zwischen 1,91:1 (quer) und 4:5 (hoch) liegt. Im Vergleich zum Quadrat (1080 × 1080 Pixel) gewinnst du 270 Pixel in der Höhe. Das klingt nach wenig, macht aber im Feed einen spürbaren Unterschied. Für Bildanzeigen im Instagram- und Facebook-Feed nennt Meta im Werbeanzeigen-Leitfaden 4:5 als empfohlenes Seitenverhältnis, mit einer empfohlenen Auflösung von 1440 × 1800 Pixeln.

Bestehende quadratische Posts verschwinden nicht und werden weiterhin unterstützt. Im Feed nehmen sie aber weniger Höhe ein als ein 4:5-Beitrag und wirken daneben kleiner. Wenn du möchtest, dass deine Inhalte im Feed herausstechen, ist 4:5 die sichere Wahl.

Ist 4:5 damit der eine neue Standard? Für Anzeigen im Feed ja, das ist Metas Empfehlung. Organisch hat Instagram 2025 zusätzlich das etwas höhere Format 3:4 freigegeben, das im Feed so erscheint, wie du es aufgenommen hast, und genau ins neue Profilraster passt. Wenn ein Motiv in Anzeigen und organischen Posts gleichermaßen funktionieren soll, bleibt 4:5 trotzdem der praktischste gemeinsame Nenner.

Welches Format gehört wohin?

4:5 betrifft den klassischen Feed. Stories und Reels laufen weiterhin im Vollbild-Hochformat 9:16, für Anzeigen dort empfiehlt Meta 1440 × 2560 Pixel. Außerdem rät Meta, oben etwa 14 Prozent, unten 35 Prozent und seitlich je 6 Prozent der Fläche frei von Text und Logos zu lassen, weil dort Profilbild, Bedienelemente und Call-to-Action liegen. Das Quadrat 1:1 funktioniert weiter, nutzt den Feed aber nicht voll aus. Querformate wie 16:9 gehören eher auf andere Kanäle, zum Beispiel YouTube.

Vergleich der Bildformate bei Meta in gleicher Breite: 4:5 im Hochformat mit 1080 × 1350 Pixeln für Feed-Posts und Feed-Ads, 9:16 unverändert für Stories und Reels, das Quadrat 1:1 funktioniert weiter, nutzt den Feed aber nicht optimal, 16:9 etwa für YouTube.
Für Feed-Posts und Feed-Anzeigen empfiehlt Meta 4:5, Stories und Reels bleiben bei 9:16.

Wenn du Anzeigen und organische Feed-Posts im selben Format planst, bleibt deine Markenoptik einheitlich, und du sparst dir doppelte Varianten für jedes Motiv.

Auswirkungen auf deine Content-Strategie

Die Format-Änderung hat direkte Konsequenzen für die Art, wie du Inhalte planst und erstellst. Ein Quadrat einfach mit Rand oben und unten auf 4:5 zu bringen, ist höchstens eine Notlösung für Bestandsmaterial und wirkt schnell unprofessionell. Besser ist es, von Anfang an im 4:5-Format zu denken und zu gestalten.

Was du bei der Umstellung beachten solltest

  • Plane deine Bildkomposition für das Hochformat: Wichtige Elemente gehören in die Mitte, nicht an den Rand.
  • Achte auf das Profilraster: Seit Anfang 2025 zeigt Instagram die Vorschaubilder im Profil im Format 3:4. Ein 4:5-Bild wird dort links und rechts leicht beschnitten, im Feed erscheint es vollständig. Halte Text und Logos deshalb etwas vom seitlichen Rand fern.
  • Passe Templates und Vorlagen an: Wenn du mit Canva, Adobe Express oder Photoshop arbeitest, erstelle neue 4:5-Vorlagen.
  • Überprüfe bestehende Inhalte: Entscheide, ob wichtige Evergreen-Posts im neuen Format neu veröffentlicht werden sollten.

Vorteile des 4:5-Formats für Marken

Für Unternehmen und Creator bietet das Hochformat echte Chancen. Du hast mehr Platz, um deine Botschaft zu transportieren. Details lassen sich besser zeigen, Produkte wirken größer und präsenter. Branchen wie Mode, Innenarchitektur, Food oder Architektur profitieren besonders, weil sie auf visuelle Wirkung setzen.

Auch für Storytelling eröffnet das Hochformat neue Möglichkeiten. Du kannst vertikale Bildkompositionen nutzen, die den Blick von oben nach unten führen. Text-Overlays haben mehr Raum, und Call-to-Actions lassen sich prominenter platzieren. Siehe auch Kosten einer Social-Media-Agentur.

Praktische Umsetzung: So erstellst du 4:5-Inhalte

Die Umstellung erfordert kein teures Equipment, sondern vor allem ein Umdenken bei der Gestaltung. Wenn du fotografierst, halte die Kamera oder das Smartphone so, dass du später problemlos auf 4:5 zuschneiden kannst. Lass oben und unten etwas Luft, damit du beim Cropping flexibel bleibst.

Workflow für die 4:5-Produktion

  • Fotografiere mit etwas Spielraum (nicht zu eng am Motiv).
  • Nutze Design-Tools mit 4:5-Vorlagen (Canva, Figma, Adobe Express).
  • Prüfe den Zuschnitt im Profilraster und im Feed, beide Ansichten zählen.
  • Teste verschiedene Kompositionen: zentral, asymmetrisch, mit Textflächen.
  • Erstelle einen Style-Guide für dein Team, damit alle Inhalte konsistent aussehen.

Was passiert mit bestehenden quadratischen Inhalten?

Deine alten Posts bleiben online, sie werden nicht gelöscht oder verändert. Allerdings wirken sie im Feed kleiner, weil 4:5-Inhalte mehr Platz einnehmen. Das kann dazu führen, dass quadratische Beiträge optisch untergehen, wenn sie zwischen größeren Hochformat-Posts erscheinen.

Ein komplettes Reposting aller alten Inhalte ist in den meisten Fällen nicht nötig. Konzentriere dich auf neue Inhalte im 4:5-Format und überarbeite gezielt die wichtigsten Evergreen-Posts, etwa Produkt-Highlights, Referenzen oder Beiträge, die regelmäßig Traffic bringen. Zuschneiden reicht, wenn das Motiv genug Luft hat. Sonst lohnt es sich, neu im Hochformat zu produzieren. So nutzt du deine Ressourcen effizient, ohne in blinden Aktionismus zu verfallen.

Reichweite und Engagement: Was sich verändert

Plattformen wie Instagram und Facebook leben davon, dass Menschen beim Scrollen anhalten. Das 4:5-Format hilft dabei, weil es mehr Bildschirmfläche einnimmt und den Scroll-Fluss unterbricht. Belastbare öffentliche Zahlen, wie viel mehr Interaktion das bringt, gibt es allerdings nicht. Wie groß der Effekt bei dir ist, zeigt am besten ein eigener Test, etwa mit demselben Motiv in 1:1 und 4:5 in einer Kampagne. Warum klar unterschiedliche Motive bei Metas KI ohnehin mehr bewirken als fein eingegrenzte Zielgruppen, erklärt unser Beitrag zur Instagram Werbung.

Natürlich hängt die Performance nicht allein vom Format ab. Inhalt, Timing und Relevanz bleiben entscheidend. Aber bei sonst gleichen Bedingungen verschafft dir das 4:5-Format mehr Fläche im Feed. Wer das ignoriert, verschenkt Sichtbarkeit ohne triftigen Grund.

Fazit: Jetzt umstellen, bevor es alle tun

Das quadratische Format war ein Jahrzehnt lang Standard auf Instagram. Doch die Nutzung hat sich verändert, und Meta passt die Empfehlungen an. Für Feed-Anzeigen ist 4:5 das empfohlene Format, Stories und Reels bleiben bei 9:16, und organisch setzen sich Hochformate durch. Wer umstellt, profitiert von besserer Sichtbarkeit und einem professionelleren Auftritt. Wie du deine Marke auf Meta zusätzlich vor gefälschter Werbung schützt, zeigt unser Beitrag Meta haftet für Fake-Anzeigen.

Die Umstellung erfordert keinen riesigen Aufwand. Neue Vorlagen, ein angepasster Workflow und ein Blick auf die wichtigsten bestehenden Inhalte reichen aus. Wer heute noch im Quadrat produziert, verschenkt Fläche, die die Konkurrenz längst nutzt.

Quellen:

[1] Meta: Werbeanzeigen-Leitfaden, Instagram Feed, Bildanzeige (empfohlen 4:5, 1440 × 1800 Pixel). facebook.com/business/ads-guide (abgerufen Oktober 2026).

[2] Meta: Werbeanzeigen-Leitfaden, Facebook Feed, Bildanzeige (empfohlen 4:5, 1440 × 1800 Pixel). facebook.com/business/ads-guide (abgerufen Oktober 2026).

[3] Meta: Werbeanzeigen-Leitfaden, Instagram Reels und Stories (9:16, 1440 × 2560 Pixel, freie Bereiche oben 14 %, unten 35 %, seitlich 6 %). facebook.com/business/ads-guide (abgerufen Oktober 2026).

[4] Instagram Hilfebereich: Bildauflösung beim Teilen von Fotos (Breite bis 1080 Pixel, Seitenverhältnis 1,91:1 bis 4:5). help.instagram.com (abgerufen Oktober 2026).

[5] t3n: Instagram-Profil-Update: 3:4 statt Quadrat, 25.01.2025. t3n.de (abgerufen Oktober 2026).

[6] RouteNote: Instagram introduces a new aspect ratio for photos (3:4-Uploads im Feed), 29.05.2025. routenote.com (abgerufen Oktober 2026).

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Kurz und praxisnah – die wichtigsten Fragen zu diesem Artikel.

4:5 ist ein Hochformat (z. B. 1080×1350 px), das Meta für Feed und Ads empfiehlt. Es nutzt den sichtbaren Bereich besser als das klassische Quadrat und kann Reichweite und Engagement erhöhen.
Für Facebook- und Instagram-Feed sowie für Werbeanzeigen. Stories und Reels nutzen oft 9:16. Für neue Kampagnen ist 4:5 ein guter Standard.
Auflösung z. B. 1080×1350 Pixel, Hochformat. Wichtige Botschaften und Motive in der Mitte platzieren, da Ränder je nach Gerät abgeschnitten werden können.
Viele Kampagnen verzeichnen bei 4:5 bessere Klick- und Engagement-Raten, weil das Format mehr Fläche im Feed einnimmt. Wir testen Formate gezielt und optimieren danach.
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Über den Autor

Ideengeber · Leadwerk

Florian Schück ist Ideengeber von Leadwerk und berät seit über 10 Jahren kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing. Seine Schwerpunkte: Google Ads, SEO, datengetriebene Strategien und Webdesign, das konvertiert. Was er schreibt, kommt aus der Praxis – nicht aus dem Lehrbuch.