Werbung im Google KI-Modus: Was jetzt zählt

Google KI-Modus: Google verdient dort weniger an Werbung und bringt mehr Anzeigen hinein. Was das für deine Google Ads heißt und was du jetzt tun solltest.

Werbung im Google KI-Modus: Was jetzt zählt

Der Google KI-Modus verdient bisher weniger Geld mit Werbung als die klassische Suche. Das hat Google Ende Oktober 2026 bei den Quartalszahlen selbst eingeräumt und im selben Zug angekündigt, mehr Anzeigen in den KI-Modus zu bringen. Für dich heißt das: Deine Suchkampagnen laufen dort bald mit, ob du willst oder nicht. Wer jetzt Keywords, Tracking und Zielseiten ordnet, zahlt später weniger Lehrgeld.

Was Google zum KI-Modus gesagt hat

Am 28. Oktober 2026 hat Alphabet die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Das Suchgeschäft brachte 63,35 Milliarden Dollar ein, 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber kaum mehr als im zweiten Quartal. Im ersten Quartal lag das Wachstum noch bei 19 Prozent, im zweiten bei 17 Prozent (vgl. [2]).

Für die Abschwächung nannte Philipp Schindler, Chief Business Officer bei Google, drei Gründe: Wechselkurse, den Handel, der unter dem Wegfall der EU-Zollfreigrenze für Kleinsendungen leidet, und den KI-Modus. Wörtlich sagte er, das starke Wachstum der Anfragen im KI-Modus habe sich ausgewirkt, weil die Monetarisierung dort geringer sei (vgl. [1], [2]). Wie groß der Unterschied ist und wie viele Anfragen der KI-Modus hat, sagte Google nicht. Die Börse reagierte deutlich: Alphabet verlor nach den Zahlen laut 9to5Google über 500 Milliarden Dollar an Börsenwert (vgl. [5]).

Warum der KI-Modus weniger Werbegeld bringt

Im KI-Modus stellt man Google eine Frage und bekommt eine ausformulierte Antwort statt einer Liste mit Treffern. Darauf folgen oft Rückfragen, die Unterhaltung wird länger. Zwischen diesen Antworten ist bisher weniger Platz für Anzeigen als auf einer klassischen Ergebnisseite, auf der oben und unten Textanzeigen und Shopping-Kacheln stehen. Google selbst nennt keinen Grund, das ist unsere Einordnung.

Dazu kommt die Art der Fragen. Viele Menschen nutzen den KI-Modus für Erkundungsfragen, bei denen noch keine Kaufabsicht da ist. Wer fragt, wie man eine Wärmepumpe im Altbau plant, sucht Wissen, keinen Installateur. Solche Anfragen sind für Werbetreibende weniger wert, und Google kann sie schwerer vermarkten.

Wie Anzeigen im Google KI-Modus ausgespielt werden

Google antwortet auf die schwächere Monetarisierung mit mehr Werbefläche. Anzeigen im KI-Modus laufen jetzt in zehn weiteren Ländern, darunter Kanada, Australien, Indien und Singapur. Im vierten Quartal sollen Brasilien, Mexiko und Großbritannien folgen. In den USA zeigt Google zusätzlich Anzeigen in den Antworten auf Folgefragen (vgl. [2], [5]).

Wichtig für dein Konto ist, wie die Ausspielung geregelt ist. Laut Google-Ads-Hilfe nehmen Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen automatisch teil (vgl. [3]). Du kannst Anzeigen weder gezielt nur im KI-Modus schalten noch sie dort getrennt von der Suche abschalten. Und es gibt keinen eigenen Bericht: Die Werte stecken zusammengefasst in deinen normalen Kampagnenberichten.

  • Weitgehend passende Keywords, AI Max und Shopping können auch über den inhaltlichen Zusammenhang einer Antwort ausgespielt werden.
  • Genau passende Keywords und Wortgruppen greifen nur, wenn die Anfrage eine direkte Kaufabsicht hat.
  • Anzeigen über und unter den KI-Übersichten erscheinen in allen Ländern, in denen es KI-Übersichten gibt.

Was davon in Deutschland schon gilt

Deutschland ist bei der Erweiterung nicht dabei, und auch kein anderer EU-Staat. Einen Grund nennt Google nicht (vgl. [4]). Anzeigen direkt in den KI-Antworten laufen laut Hilfe bisher nur auf Englisch (vgl. [3]). Großbritannien ist der erste europäische Markt. Dass der deutschsprachige Raum folgt, ist wahrscheinlich, ein Datum gibt es nicht.

Übersicht: Anzeigen auf der klassischen Ergebnisseite und über und unter KI-Übersichten laufen in Deutschland, Anzeigen in KI-Übersichten, im KI-Modus und in Folgefragen noch nicht
In Deutschland laufen Anzeigen bisher rund um die KI-Antworten, aber noch nicht in ihnen.

Ganz unberührt bist du trotzdem nicht. Anzeigen über und unter den KI-Übersichten in der normalen Suche laufen auch hier. Und der KI-Modus selbst wird hierzulande längst genutzt: Nach den Daten von SE Ranking suchen Menschen in Deutschland inzwischen rund 14.800 Mal im Monat nach dem Begriff „Google KI-Modus“, Ende 2025 war es noch fast nichts. Wer seine Kampagnen jetzt ordnet, hat einen Vorsprung, wenn die Anzeigen kommen.

Was das für dein Google-Ads-Konto heißt

Die größte Änderung ist der Kontrollverlust bei der Platzierung. Bisher wusstest du, auf welche Suchbegriffe deine Anzeige erscheint. Im KI-Modus entscheidet Google zusätzlich anhand des Gesprächsverlaufs, ob eine Anzeige passt. Je offener deine Kampagne eingestellt ist, desto mehr solcher Platzierungen bekommst du, auch bei Fragen, hinter denen noch kein Auftrag steht.

Das muss kein Nachteil sein. Eine Anzeige an der richtigen Stelle eines Beratungsgesprächs kann sehr gut wirken. Aber du siehst im Bericht nicht, welcher Klick aus dem KI-Modus kam. Deshalb zählt umso mehr, was nach dem Klick passiert: Wird aus dem Besuch eine Anfrage, ein Anruf, ein Termin? Wie du das sauber erfasst, zeigt unser Beitrag Leadgenerierung richtig messen.

Fünf Schritte für Werbung im KI-Modus

Du musst nicht warten, bis der KI-Modus in Deutschland Anzeigen zeigt. Diese Schritte helfen schon heute in der normalen Suche und machen dein Konto bereit:

  1. Suchbegriffe prüfen: Schau in den Bericht der Suchanfragen und schließ Erkundungsfragen aus, die nie zu Anfragen führen.
  2. Keyword-Optionen bewusst wählen: Weitgehend passend und AI Max bringen Reichweite in den KI-Antworten, genau passend hält die Kosten enger. Entscheide je Kampagne, was du willst.
  3. Conversions auf echte Ergebnisse stellen: Zähl Anfragen und gebuchte Termine, nicht bloße Klicks auf einen Kalenderlink. Die Gebotsstrategie lernt nur, was du ihr meldest.
  4. Zielseiten auf Fragen ausrichten: Wer aus einer KI-Antwort kommt, hat schon viel gelesen. Die Seite sollte direkt bestätigen, was er sucht, und den nächsten Schritt leicht machen.
  5. Kosten je Anfrage beobachten: Steigen sie ohne Änderung am Konto, ist das ein Hinweis, dass deine Anzeigen öfter in neuen Umgebungen laufen.

Viele dieser Hebel kennst du aus der klassischen Kontopflege, wir haben sie in Google Ads Kampagnen optimieren ausführlich beschrieben. Wie du deine Zielgruppe genauer eingrenzt, steht in Zielgruppe durch gezieltes Targeting erreichen.

Warum Sichtbarkeit in KI-Antworten wichtiger wird

Wenn Google im KI-Modus weniger Platz für Anzeigen hat, wird der Platz in der Antwort selbst wertvoller. Wer dort als Quelle genannt wird, ist sichtbar, ohne für den Klick zu zahlen. Bezahlte und organische Sichtbarkeit gehören deshalb stärker zusammen als bisher.

Schon bei den KI-Übersichten zeigt sich, dass Informationsseiten Klicks verlieren und Seiten mit klarer Handlungsabsicht kaum, mehr dazu in Google AI Overviews: weniger Klicks. Wie du als Unternehmen in den Antworten von Google, ChatGPT und Co. vorkommst, beschreiben wir auf unserer Seite zur Sichtbarkeit in KI-Antworten.

Fazit: Erst ordnen, dann mitlaufen lassen

Google hat ein Interesse daran, den KI-Modus schnell zu vermarkten, und deine Kampagnen werden dort automatisch mitlaufen, sobald Deutschland an der Reihe ist. Abschalten kannst du das nicht, steuern schon: über Keyword-Optionen, saubere Conversions und Zielseiten, die zu Fragen passen.

Wer das jetzt angeht, profitiert schon in der normalen Suche und muss später nicht unter Zeitdruck umbauen. Wenn du dabei Unterstützung willst, schaut unsere Google Ads Agentur in Karlsruhe mit dir auf dein Konto.

Quellen:

[1] Latent Space, AINews: Google admits AI Mode hurts search revenue (31.10.2026). latent.space (abgerufen November 2026).

[2] Search Engine Journal: Google Says Lower AI Mode Monetization Weighed On Search Growth (Matt G. Southern, 28.10.2026). searchenginejournal.com (abgerufen November 2026).

[3] Google Ads-Hilfe: Anzeigen in KI-gestützten Sucherfahrungen (abgerufen 01.11.2026). support.google.com (abgerufen November 2026).

[4] Dr. Web: Google weitet Anzeigen im AI Mode auf zehn weitere Länder aus, Deutschland fehlt (Michael Dobler, 29.10.2026). drweb.de (abgerufen November 2026).

[5] 9to5Google: Google stock drops amid AI fears, AI Mode has lower monetization (Ben Schoon, 29.10.2026). 9to5google.com (abgerufen November 2026).

Ist dein Google-Ads-Konto bereit für den KI-Modus?

In 15 Minuten schauen wir gemeinsam auf deine Kampagnen: welche Keyword-Optionen laufen, was als Conversion zählt und wo Budget in Fragen ohne Kaufabsicht fließt. Danach weißt du, was du vor dem Start in Deutschland ändern solltest.

Konto-Check buchen Zur Google-Ads-Leistung

Antworten zum Thema.

Kurz und praxisnah – die wichtigsten Fragen zu diesem Artikel.

Noch nicht. Anzeigen direkt in den Antworten des KI-Modus laufen laut Google-Ads-Hilfe bisher nur auf Englisch in den USA und rund zehn weiteren Ländern, Großbritannien soll im vierten Quartal 2026 folgen. Anzeigen über und unter den KI-Übersichten der normalen Suche laufen dagegen auch in Deutschland.
Such-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen nehmen automatisch teil. Weitgehend passende Keywords, AI Max und Shopping können auch über den Zusammenhang einer Antwort ausgespielt werden, genau passende Keywords nur bei direkter Kaufabsicht.
Nein. Google erlaubt weder, Anzeigen nur im KI-Modus zu schalten, noch sie dort getrennt von der Suche auszuschließen. Steuern kannst du über Keyword-Optionen, ausgeschlossene Suchbegriffe und das, was du als Conversion zählst.
Google hat bei den Quartalszahlen im Oktober 2026 nur gesagt, die Monetarisierung im KI-Modus sei geringer, ohne Zahlen. Naheliegend ist, dass zwischen ausformulierten Antworten weniger Platz für Anzeigen ist und viele Fragen noch keine Kaufabsicht haben.
Ja. Wir prüfen mit dir Keyword-Optionen, Suchbegriffe, Conversions und Zielseiten deines Kontos und legen fest, was sich vor dem Start in Deutschland ändern sollte. Dazu gehört auch der Blick darauf, wie du in den KI-Antworten selbst als Quelle vorkommst.
Über den Autor

Ideengeber · Leadwerk

Florian Schück ist Ideengeber und Gründer von Leadwerk. Er schreibt über Google Ads, SEO, datengetriebene Strategien und Webdesign, das konvertiert. Was er schreibt, kommt aus der Praxis, nicht aus dem Lehrbuch.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

Warum hier kein Google-Partner-Abzeichen hängt

Fast jede Agentur zeigt es. Google vergibt es für drei Dinge, und keines davon ist dein Auftrag.

Keines der drei Kriterien misst, ob am Ende ein Auftrag herauskommt. Zwei messen Volumen und Prüfungen. Das dritte belohnt, wer Google folgt.

Wir haben das Abzeichen bewusst auslaufen lassen. Budgets richten wir danach aus, was sie bringen, nicht danach, was eine Auszeichnung voraussetzt.

Wenn du eine Agentur suchst, deren Auszeichnung davon abhängt, dass du mehr ausgibst, findest du viele. Wir sind nicht dabei.

Sieh dir lieber an, was bei unseren Kunden herauskommt. Das steht bei den Success Stories, mit Zahlen und mit Zeitraum.

Die drei Anforderungskategorien und ihre Schwellen stehen so in der Google-Ads-Hilfe, „Google Partner oder Premium-Partner werden“.

Warum hier kein Meta-Verified-Haken hängt

Den blauen Haken verkauft Meta im Abo, je Profil und Monat. Bezahlt wird vor allem für drei Dinge, und keines davon bringt dir eine Anfrage.

Gebraucht wird dieser Support vor allem, weil der Business Manager hakt. Gesperrte Werbekonten ohne nachvollziehbaren Grund, Prüfungen, die tagelang hängen, Zugriffe, die nicht greifen. Bezahlt wird also dafür, dass jemand antwortet, wenn Metas eigenes Werkzeug nicht funktioniert.

Das kennen wir aus unserer täglichen Arbeit. Wir lösen es mit sauber aufgesetzten Konten, dokumentierten Zugriffen und Erfahrung, nicht mit einem Abo.

Wenn du eine Agentur suchst, die mit einem gekauften Haken wirbt, findest du welche. Wir zeigen lieber, was bei unseren Kunden herauskommt: bei den Success Stories, mit Zahlen und mit Zeitraum.

Abzeichen, Schutz vor Nachahmung und Support beschreibt Meta so auf der eigenen Seite zu Meta Verified, Stand Oktober 2026.